Montag, 14. Oktober 2019

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"Wenn du mit anderen ein Boot bauen willst,
schicke sie nicht Holz sammeln und Werkzeuge zu besorgen,
sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem weiten Meer."
                                            A. de Saint Exuperie


Eltern und Lehrer im Kontext der Lerntherapie


Kinder und Jugendliche lernen von ihren Eltern und ihren Lehrern.

Sie lernen aber auch im Umfeld ihrer Eltern und Lehrer und sind ganz davon abhängig, wie dieses Umfeld gestaltet ist.

Wenn Kinder oder Jugendliche Lernprobleme zeigen, dann ist es besonders wichtig, dass das Umfeld sich zu einem für das Kind wahrnehmbaren Netz zusammenschließt.

Auch die Verunsicherung der Eltern, die oft dadurch entsteht, dass sie durch eine Lernschwierigkeit immer schnell die Beschulung ihres Kindes als gefähdet erleben, ist groß.
Eltern brauchen den Lerntherapeuten, aber auch die Lehrer, um einen angemessenen, unterstützenden Umgang mit der Schwäche oder Störung ihres Kindes zu finden.

Sie brauchen auch Unterstützung bei so alltäglichen Fragen wie:

  • wieviel Hausaufgaben muss mein Kind eigentlich machen?
  • wie lange darf/ muss das dauern?
  • darf ich meinem Kind bei den Hausaufgaben helfen, oder muss es alles alleine können (und was tue ich, wenn es das gar nicht kann?)
  • wie verhelfe ich z.B. meinem Kind, das eine Legasthenie hat dazu, trotzdem Schreiben als einen Kommunikationsvorgang zu erleben?
  • wie viel üben wir extra, zusätzlich zu den Hausaufgaben...oder gerade gar nicht !?!


Lehrer können häufig die Ängste der Eltern nur teilweise nachvollziehen und es ist eine Aufgabe des Lerntherapeuten, hier durch begleitende Gespräche Verständnis füreinander zu schaffen und einen Förderplan zu gestalten, den der Lehrer wahrnimmt und eventuell einzelne Bereiche übernehmen kann.

Neben diesen den Lernalltag betreffenden Fragen ist es häufig von großer Bedeutung, was für eine Lernbiographie die Eltern hatten, wie sie in ihrer Schulzeit Scheitern oder Erfolg erlebt haben, wieviel Druck sie ihren Kindern mitgeben, obwohl sie das vielleicht garnicht wollen.

Ein Lerntherapeut sollte in Gesprächsführung geschult sein, um in klientenzentrierten und zielorientierten Gesprächen die Familie dabei zu begleiten damit zu leben, dass eines ihrer Kinder eine Lernproblematik zeigt.

Iris Colsman


 

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